Sonntagsfrühstück mit den AhnInnen
Heute morgen hatte ich wieder einmal ein Frühstück mit meinen AhnInnen, ich deckte den Tisch reich mit Geschenke, Opfergaben und Erinnerungsstücken. Eine Schale in der Mitte des Tisches mit Wurzeln, die Verbindunge zu den Wurzelfrauen, den AhnInnen. Sie kommen - eine nach der anderen nimmt Platz, das sitz die alte Nand´l , meine Urgroßmutter ganz friedlich neben der nordafrikanischen Amazone und sie trinken miteinander Nanaminztee, Nand´l freut sich, dass der Tee ihren Namen trägt, weil den Pfefferminztee, den hat sie schon immer gemocht, sagt sie. Die Amazone schaut ihr heiter lächelnd zu, die Verbindung ist da, auch wenn die Sichtweisen leicht verrückt sind. Eben betritt die häßliche Alte den Raum und nimmt am Frühstückstischplatz, wenn man sie genau anschaut ist sie gar nicht häßlich, nur alt und zerknittert - eben häßlich für die heutige Gesellschaft. Ich finde sie wunderschön, sie hat ein gelebtes Gesicht voll von Abenteuern und Erinnerungen. Nand´l und sie kennen sich schon und nicken sich freundlich zu. Die Nand´l rückt ein Stückchen rüber um der Alten Platz zu machen und klopft einladend auf die Bankkissen: "Setz dich her zu mir Alte!" sagt die Nand´l und die Alte humpelt hin und bedient sich gleich am Gabentisch. Essen hält Leib und Seele zusammen sagt sie und Nand´l nickt wissend.