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10 May

Das Matriarchat

Veröffentlicht von E.lisa  - Kategorien:  #Frauen

Was ein Matriarchat nicht ist:

  • eine Utopie
  • eine Gesellschaft ohne Männer
  • Frauenherrschaft



Andere Bezeichnungen für matriarchale Gesellschaften sind:

  • Naturvölker
  • Stammesgesellschaften
  • elalitäre Konsesdemokartie
  • indigene oder eingeborene Völker
  • primitive Völker
  • Wilde
  • Regulierte Anarchie




In Matriarchaten gelten die Prinzipien der Selbstorganisation, die in der ethnosoziologischen Forschung als typisch für die regulierten Anarchien segmentärer Gesellschaften aufgezeigt wurden.

  • der biologische Vater und die biologische Mutter haben keine Bedeutung oder spezielle Funktion
  • das Leben findet in der Großfamilie (Clan) statt, die gemeinsam in einem Clanhaus wohnt
  • ein Dorf besteht aus mehreren Clanhäusern und einem Versammlungshaus
  • alle im Dorf sind miteinander verwandt und bilden eine Sippe
  • mehrere Sippen/Dörfer bilden einen Stamm
  • alle im Dorf sind unabhängig von außen
  • diese Ökonomie kennt evtl. Tausch, aber kein Geld (Zahlungsmittel).
  • Garten- und Ackerbau wird im Dorf und auf dem umliegenden Land betrieben; das Land wird genutzt, kann aber nicht besessen werden, es gehört der Erde.
  • Leben in Zyklen: alle Handlungen - wie Feldarbeit, Schafschur, Feste feiern, ein Webstück herstellen - finden im Rhythmus der Jahreszeiten statt und spiegeln diese wieder.
  • die Älteren lehren die Jüngeren (Heilkunde, Garten- und Ackerbau, Tierpflege, Töpfern, Weben, Kochen, Geräteherstellung, Fischen, Fallenstellen usw.)
  • Ältere Jungen und Mädchen kümmern sich um die kleineren, versorgen sie, kuscheln und spielen mit ihnen. Kinder lernen von den Nächstälteren.
  • Bei manchen Völkern leben Kinder und Jugendliche unabhängig in einem Kinderhaus (Kinderdemokratie), wenn sie das wollen.
  • "Ehen" sind Verbindungen wirtschaftlicher Art, ein Vertrag der gegenseitigen Hilfe zwischen Clans.
  • Die Schwestern einer Generation "heiraten" die Brüder eines anderen Clans.
  • Liebesverhältnisse sind unabhängig davon; sie können kurz oder ein Leben lang sein.
  • Alle Entscheidungen finden auf konsensdemokratischer Basis statt
  • Es gibt keinerlei Hierarchien.
  • Niemand wird zu etwas gezwungen, auch Kinder nicht (Selbstbestimmung). Keine Erziehung zu Gehorsam.



Der Begriff Matriarchat enstand im 19. JH, als die ersten Ethnologen sich mit Völkern beschäftigten, die Matrilinearität aufwiesen, fälschlicherweise
zogen sie , analog zur ihrer eigenen patriachalen Kultur, dass in solchen Kulturen Mütter die HERRSCHER sind, die moderne Matriarchatsforschung stellte diesen Fehlschluss in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts richtig und erforscht seitdem dieses Feld.
In der Wissenschaft wird der Begriff Matriarchat beibehalten, obwohl er manchmal als "Mutterherrschaft" oder "Frauenherrschaft" missinterpretiert wird; beides hat es nach heutigem Forschungsstand nie gegeben. Matriarchat wird heute im Sinn von "mütterlicher Anfang", Beginn eines Kreislaufs, verwendet, weil diese Gesellschaften vom zyklischen Denken geprägt sind im Unterschied zu den linearen Strukturen unser Gesellschaft.



Guckt doch mal auf die Matriarchatsseiten von Hannelore Vonier - immer wieder lesenwert ! E.lisa

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