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27 May

GÖTTIN HOLLE

Veröffentlicht von E.lisa

Die , die wir Frau Holle nennen, 
und der wir den Schnee heute verdanken , 
hat noch ganz andere Aspekte 
.....darf ich vorstellen . Die Göttin Holle 

Die Hollerbüsche sind voll der duftenden Blüten  , und bringen mir in dieser Zeit meine geliebte Göttin Holle näher, ich pflücke die Blüten, trockne sie für Tee, bereite köstlichen Hollerblütensirup zu und meiner Kinder lieben die "ausgebackenen Hollerstrauben" , also die Blütenrispen in Backteig ausgebacken - schmeckt köstlich !

Ringel, Ringel, Reihe,
sind der Kinder dreie,
sitzen unterm Hollerbusch,
schreien alle: Husch, husch, husch!

http://spinnerin.witchway.de/wp-content/uploads/holler_bluete.jpg

In diesem Kinderspiel hat sich vermutlich ein letzter Rest eines Kulttanzes für die Göttin Holla erhalten. Die Kinder halten sich an den Händen, singen den Reim und tanzen dazu im Kreis. Bei den letzten Worten setzen sie sich auf den Boden, auf Mutter Erde.

Die Holle ist DIE Muttergöttin im alpenländischen Raum, germanische Erd- und Himmelsgöttin, Göttin der Jahreszeiten, Schutz- und Heilungsgöttin

Holle ist freundlich und mild, sie gibt  Pflanzen, Tieren und Menschen Schutz . Sie kann von allen Krankheiten heilen.
Holle hat jedoch auch noch weitere Aspekte :
Als große strahlende Himmelskönigin regiert sie über die Elemente, das Wetter und die Jahreszeiten. Sonnenschein fließt von ihrem Haar, wenn sie es kämmt, die Welt ist von Nebel umhüllt, wenn sie Feuer macht und kocht, Wolken sind die Schafe der Frau Holle, die auf die Weide getrieben werden, Regen fällt, wenn sie ihr Waschwasser ausleert, Schnee, wenn sie ihre Federbetten ausschüttelt. Das uralte Märchen der Frau Holle ist voll von  Hinweisen auf sie als  Gebieterin der Jahreszeiten.

Holle wird als stets helfende Muttergöttin, überhaupt als eine weise Frau angesehen. Die Menschen verehren in ihr die Güte der Mutter Erde und das strahlende Himmelslicht zugleich, oft wird sie mit der germanischen Göttin Hel gleichgesetzt.
Der Lieblingsbaum der Holle  ist – wie könnte es anders sein – der Hollerbusch, in dem viele Menschen noch heute die Göttin selbst sehen. Holunder galt als die Hausapotheke in jedem Bauernhof , denn nicht ohne Grund stehen die Hollerstauden noch heute vornehmlich an Waidrändern, an alten Scheunen oder auf Wegen in der Nähe menschlicher Behausungenund in meiner Gegend ziehen noch heute den Hut vor der Hollerstaudn.
Es ist streng verboten den Hollunderbusch zu fällen oder zu beschädigen, auch darf das Holz nicht verbrannt werden , es sei denn für ein Opfer oder eine Anrufung der großen Göttin.

Der Hollerbusch ist ein Zwischenort,ein Ort an dem man mit der Anderswelt in Kontakt tritt,  an dem Menschen mit Holla als magische Heilungsgöttin in verschiedener Form in Verbindung traten: Man vergrub Zähne, Haare und Nägel in seinem Schatten, um so magischem Missbrauch vorzubeugen. Band man einen eitrigen Lappen in die Zweige, konnte der gepeinigte Kranke genesen. Um kleine Kinder zu schützen, schüttete man ihr Badewasser am Hollerbusch aus. Holunderbüschel, die  am letzten Apriltag geschnitten und über die Eingangstür gehängt werden, sollen vor Unglück und bösen Geistern schützen. Wenn man unter dem Hollerbaum schläft tritt man mit Feen und Elfen in Kontakt.
Aber nicht nur mythologsch und magisch ist der Holler ein wahrer Segensbringer, die Heilwirkung des Hollunders ist einzigartig und sehr breit gefächert.

Um mit Holle in Verbindung zu treten, sie um ihre Kraft und Unterstützung zu bitte, gibt es also eine Vielzahl von Möglichkeiten – an Hollerbüschen, mit weißen Speisen, an Gewässern in der Tiefe der eigenen Gefühle. Darüber hinaus hat es Holle gerne, besungen zu werden.


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